Kempa x Goalball

Kempa x Goalball

17. Oktober 2019

Erster deutscher Europameister der Geschichte

Das gab es noch nie: die Deutschen Goalballer sind Europameister! Und das auch noch bei der EM im eigenen Land. Im Finale setzten sie sich souverän mit 6:2 gegen starke Ukrainer durch.

Ausgestattet mit der neuen Kempa LAGANDA Kollektion betraten die sechs deutschen Nationalspieler vor dem Finale das Spielfeld. Schon hier spürte man in der Rostocker StadtHalle, dass es ein besonderer Abend werden würde. Schon vor dem Turnier hatte das Team sich diesen Moment als Ziel gesetzt. Und die Spieler hielten dem Druck stand, konnten den eigenen hohen Ansprüchen gerecht werden. Nach dem 6:2-Erfolg über die bis dahin ungeschlagenen Ukrainer können sich also Michael Feistle, Stefan Hawranke, Oliver Hörauf, Felix Rogge, Thomas Steiger, Reno Tiede und das Team um Cheftrainer Johannes Günther Europameister im Goalball nennen. Das hat vor ihnen noch kein deutsches Team geschafft.

Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Paralympics 2014 in Rio und Silbermedaillen bei der EM 2017 und der WM 2018 ist es der verdiente Lohn harter Arbeit, die in den letzten Jahren in die Sportart geflossen ist. Getragen von den Fans, die das Turnier in Rostock zu einem stimmungsvollen Goalball-Event machten, überstand das deutsche Team auch die schwierigen Momente.

Frauen holen Bronze

Auch die Frauennationalmannschaft der deutschen Goalballer beendete das Turnier mit einer Medaille um den Hals. Das erste Mal seit 14 Jahren stand wieder eine deutsche Mannschaft auf dem Podest einer Damen-EM. Angesichts vieler Rückschläge in der Vorbereitung ein unglaublicher Erfolg. Kein Wunder also, dass Trainer Thomas Prokein, Stefanie Behrens, Annkathrin Denker, Charlotte Hartz und Pia Knaute nach dem 8:2-Sieg im Spiel um Platz 3 besonders ausgelassen jubelten.

#RoadToTokio

Jetzt heißt es erstmal Ausruhen für die deutschen Goalballer. Aber schon bald steht schon wieder Vorbereitung auf dem Plan. Nächstes Ziel: die Paralympics in Tokio.

Was ist Goalball?

Goalball zählt zu einer der beliebtesten Sportarten für Menschen mit Sehbehinderung. Seit 1976 ist Goalball eine der offiziellen Disziplinen der Paralympics.

Der Kern der Sportart besteht darin, den Hartgummi-Ball durch flache Würfe im gegnerischen Tor unterzubringen – ohne etwas zu sehen. Alle Spieler tragen deshalb lichtundurchlässige Dunkelbrillen. Den Ball können die Spieler akustisch wahrnehmen, in seinem Inneren befinden sich kleine Glöckchen.

Im Spielmodus stehen sich zwei Teams mit je drei Spielern auf einem 9x18m großen Spielfeld gegenüber. Die Tore bedecken die zwei 9m breiten Spielfeldränder vollständig und haben eine Höhe von 1,30m. Sowohl beim Angriff als auch bei der Abwehr dürfen die Spieler die Zone vor ihrem Tor nicht verlassen. Der Ball muss flach in Richtung des gegnerischen Tors geworfen bzw. gekegelt werden. Die Spielzeit beträgt 2×12 Minuten, pro Spielzug hat die angreifende Mannschaft zehn Sekunden Zeit. Bei Verstößen (z.B. Überziehen der zehn Sekunden oder Ablenken durch Geräusche) bekommt die betroffene Mannschaft einen Penaltie zugesprochen, der vergleichbar mit dem Strafstoß in anderen Sportarten ist: Ein angreifender Spieler wirft den Ball auf Tor des Gegners, in dem sich nur ein abwehrender Spieler befinden darf.

Gewonnen hat am Ende das Team mit den meisten Toren. Einzige Ausnahme: geht eine Mannschaft mit zehn Toren in Führung ist das Spiel sofort beendet.

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